Rechtsanwältin Carolin Richter
Gericht/Institution:Bundesgerichtshof
Entscheidungsdatum:16.02.2011
Dokumententyp:Urteil
Aktenzeichen:XII ZR 108/09
Quelle:Bundesgerichtshof

Familienrecht - ehebedingte Nachteile § 1578 b BGB

Der BGH hat im Rahmen des nachehelichen Unterhalts (§ 1578 b BGB) entschieden:

Für das Bestehen ehebedingter Nachteile kommt es vor allem darauf an, ob aus der tatsächlichen, nicht notwendig einvernehmlichen Gestaltung von Kinderbetreuung und Haushaltsführung Erwerbsnachteile entstanden sind.

Gab der unterhaltsberechtigte Ehegatte während des Bestehens der ehelichen Lebensgemeinschaft seinen Arbeitsplatz auf, ist es jedenfalls grundsätzlich nicht von Bedeutung, ob der unterhaltspflichtige Ehegatte damit einverstanden war oder nicht, so dass daraus entstandene Erwerbsnachteile ehebedingt sind. Etwas anderes gilt, wenn die Aufgabe (oder der Verlust) der Arbeitsstelle ausschließlich auf Gründen beruhte, die außerhalb der Ehegestaltung liegen.


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