Rechtsanwältin Carolin Richter
Gericht/Institution:Oberlandesgericht Dresden
Entscheidungsdatum:21.10.2009
Dokumententyp:Beschluss
Aktenzeichen:24 UF 0342/09
Quelle:Oberlandesgericht Dresden

Familienrecht: gesteigerte Erwerbsobliegenheit bei minderjährigen Kindern § 1603 BGB

Das OLG Dresden hat im Rahmen des § 1603 BGB entschieden:

Auch derjenige, der seine gesteigerte Erwerbsobligenheit gegenüber seinen minderjährigen Kindern verletzt und sich deswegen fiktives Einkommen zurechnen lassen muss, kann nicht einfach zur Zahlung des Mindestunterhalts verurteilt werden. Man kann ihm nur so viel fiktives Einkommen zurechnen, wie er wirklich erzielen könnte.

Ungelernte Hilfsarbeiter, die von Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden, können in Sachsen nicht mehr als 1.000 Euro netto verdienen.


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